Ausbildungskurs 2014

Wie wird man Hospizbegleiter?

Wer sich als Hospizbegleiter engagiert, ist bereit, etwas von sich zu verschenken. In erster Linie ist es Zeit, eigene Lebenszeit, die Ehrenamliche Schwerkranken, Sterbenden und deren Angehörigen zur Verfügung stellen. Unsere Mitarbeiter stellen sich mit ihren besonderen Fähigkeiten und dem erworbenen Wissen zur Verfügung, um achtsam und präsent die Aufgabe von Wegbegleiter zu erfüllen. Sie sind bereit, sich immer wieder neu auf den Prozess des Begleitens einzulassen, indem nicht sie die Richtung und das Tempo bestimmen, sondern die Kranken und ihre Angehörigen.

Wer sich zum Hospizbegleiter ausbilden lassen möchte, sollte:

  • fähig sein zur Selbstreflexion,
  • offen sein für existentielle Fragen,
  • die Bereitschaft mitbringen, sich offen und mit Hilfe von Rollenspielen in die Ausbildungsgruppe einzubringen.

Grundseminar

Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich steht dabei im Vordergrund. Folgendes wird vermittelt:

  • Die Hospizidee
  • Einstellung zu Sterben und Tod
  • Arzt und Medizin im Hospiz
  • Erwartungen an die Seelsorge
  • Sprechen mit Sterbenden
  • Trauern ist notwendig
  • Hospizbetreuung in München und im Umland
  • Die Arbeit der ehrenamtlichen Hospizbegleiter(innen)

Aufbauseminar

Neuer Termin: Auf Anfrage

Im Aufbauseminar werden folgende Themen besprochen:

  • Entstehung einer Beziehung
  • Begleiten statt Führen
  • Umgang mit Gefühlen
  • Krankheit – Alter – Lebenseinschränkungen
  • Selbstliebe – Nächstenliebe – Helfen
  • Gesprächsführung allgemein – Sprechen mit Sterbenden
  • Haltung zum eigenen Tod
  • Der Weg des Sterbens
  • Schuld und Schuldgefühle
  • Leid- und Sinnfragen
  • Trauer und Trost
  • Angebote der Religionen – was kommt danach?
  • Fremd- und Selbstwahrnehmung
  • Distanz und Nähe
  • Abschied nehmen und Trennung

Zum Seminar gehören ein Praktikum sowie ein Pflegetag.

Viele Ehrenamtliche beschreiben die intensive Auseinandersetzung mit Themen des Seins und Vergehens in der Kursgruppe als ein Geschenk für ihr ganzes weiteres Leben.

Zu den Aufgaben der ehrenamtlich tätigen Hospizbegleiter gehören im Rahmen persönlicher Absprachen mit den begleiteten Patienten und Patientinnen und ihren Familien:

  • die soziale, praktische und seelische Unterstützung der Schwerstkranken und Sterbenden und ihrer Angehörigen, z.B. bei der Vorbereitung auf den Abschied, vor allem durch Dasein und Gespräche, aber auch Spaziergänge, Begleitung zum Arzt u. a.
  • die zeitliche Entlastung pflegender Angehöriger (dabei können geringfügige Hilfe im Haushalt und die Durchführung einfacher Pflegeverrichtungen erforderlich sein) sowie die Entlastung der Angehörigen durch Gespräche.
  • die nachsorgende Begleitung der Angehörigen (ca. 6 -8 Wochen).

Konnten wir Ihr Interesse wecken? – Dann rufen Sie uns an unter: 089 – 46 20 33 43.

Weitere Informationen finden Sie außerdem noch in unserem Flyer Grundseminar bzw. im Flyer Aufbauseminar.