Hospiz

Der Beginn

Bereits zu Beginn des Christentums gab es Herbergen. Pilger und Reisende fanden Unterkunft und Verpflegung, Kranke und Sterbende wurden ebenfalls betreut und gepflegt.

Für die Sesshaften gab es die Großfamilie, die gemeinsam den Kreislauf von Geburt und Tod durchlebte. Der Beistand der ganzen Familie, der Freunde oder der Mitbrüder im Kloster galt als selbstverständlich.

Im europäischen Mittelalter entstanden Hospitäler (lat. Hospes „Gast, Fremder“). Die Pflege wurde u. a. von Mönchen oder Nonnen übernommen, so zum Beispiel im Hôtel Dieu in Beaune, Frankreich.

Im 18. Jahrhundert veränderten sich die bis dahin rein pflegerischen Hospitäler zu Krankenhäusern mit ärztlicher Versorgung. Schwerstkranke ohne Heilungschancen kamen in sogenannte Siechenhäuser. Die Ausgrenzung Sterbender begann.

Der Begriff „Hospiz“ wurde erstmals 1842 zur Bezeichnung eines Sterbehauses verwendet. Häuser zur besseren Pflege Schwerstkranker und Sterbender entstanden in Lyon, später in Dublin und London. Hier erfuhr Cicely Saunders, Ärztin, Krankenschwester und Sozialarbeiterin, die Unzulänglichkeiten im Umgang mit Sterbenden. Diese Erfahrungen veranlassten sie schließlich zur Gründung des Christophorus Hospice in London.